Wer im Internet präsent ist, ist ein potenzielles Ziel für Hacker. Auch wenn das Internet im Allgemeinen relativ sicher ist, wird Ihre Website früher oder später gehackt, wenn Sie sie nicht ausreichend schützen. Es ist außerdem immer besser, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, als nach einem Hack die Website anschließend mühsam wiederherstellen zu müssen.
WordPress bietet verschiedene Möglichkeiten, Ihre Website zu schützen. Dazu gehören bewährte Sicherheitspraktiken wie die Verwendung eines sicheren Passworts, unterschiedliche Anmeldepfade für das Dashboard oder die bestmögliche Absicherung Ihrer Website.
Eine der besten Möglichkeiten, Ihre Website zu schützen, ist der Einsatz einer Web Application Firewall (WAF). Dabei handelt es sich um einen Webfilter, der Ihre Website vor Angriffen auf HTTP-Anwendungen schützt. Viele bekannte WordPress-Sicherheits- pluginbieten eine solche WAF-Option.
Sucuri ist eines der beliebtesten Sicherheits pluginmit integrierter Web Application Firewall (WAF). Das bedeutet, dass Sie Ihr Webauftritt optimal mit diesem plugin schützen können.
In diesem Artikel werden wir eine vollständige Anleitung zur Verhinderung von Hackerangriffen mithilfe des Sucuri plugin Website Application Firewall (WAF) durchgehen.
Bevor wir anfangen, wollen wir mehr über WAF und seine Vorteile erfahren.
Inhaltsverzeichnis
- Inhaltsverzeichnis
- Was ist eine Website Application Firewall (WAF)?
- Über Sucuri WAF
- Sollte man Sucuri WAF zum Schutz vor Hackerangriffen verwenden?
- Welche Alternativen gibt es?
- So verhindern Sie Hackerangriffe mithilfe der Sucuri plugin -Firewall WAF
- 1. Melden Sie sich an und wählen Sie einen Tarif
- 2. Schützen Sie Ihre Website
- 3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein
- 4. SSL installieren
- 5. Punktdomänen
- 6. Sucuri-IP-Adressen auf die Whitelist setzen
- Abschluss
Was ist eine Website Application Firewall (WAF)?
Eine Web Application Firewall (WAF) bildet die Schutzbarriere zwischen Ihrer Website und dem Internet. Sie wird häufig eingesetzt, um Ihre Website vor gängigen Bedrohungen zu schützen. Als Firewall kann sie den HTTP-Datenverkehr zwischen der zu schützenden Anwendung und dem offenen Internet überwachen und filtern.
Zu den häufigsten Angriffen, vor denen WAFs Ihre Website schützen, gehören Cross-Site-Scripting (XSS), Cross-Site-Forgery, SQL-Injection und so weiter.
Eine Web Application Firewall (WAF) ist für Websites stets von Vorteil, da sie zusätzlichen Schutz bietet. Sie fungiert als Reverse-Proxy und schützt Clients vor externen Bedrohungen . Die WAF prüft die Datenpakete und sucht nach Anomalien, die die Website gefährden könnten. Um die korrekte Funktion zu gewährleisten, verwendet sie Richtlinien – ein Regelwerk. Diese Richtlinien können vom System- und Netzwerkadministrator definiert werden. Das Ziel bleibt dabei stets dasselbe: schädlichen Datenverkehr herauszufiltern .
Die Website Application Firewall ist auch in der Lage, DDoS-Angriffe abzuwehren , da sie die Grenze festlegt, ab der die Website die Pakete akzeptiert.
Mit WAF können Sie außerdem alte Richtlinien bearbeiten und neue einfach hinzufügen.
WAFs können unterschiedlichen Typen angehören:
- Hostbasiert: Diese WAF-Typen werden in Anwendungssoftware integriert. Sie bieten eine praktische und kostengünstige Möglichkeit zur Implementierung einer WAF. Ein Nachteil ist jedoch der hohe Ressourcenverbrauch auf dem Server, auf dem sie gehostet werden.
- Netzwerkbasiert: Netzwerkbasierte WAFs sind hardwarebasierte Implementierungen, die die Latenz minimieren. Sie sind kostspielig und erfordern einen dedizierten Ansatz für die Firewall-Implementierung.
- Cloudbasiert: Cloudbasierte WAFs bieten die beste Lösung, da sie kostengünstig sind und den Host-Server nicht verlangsamen. Sie sind zudem einfach zu konfigurieren und zu warten.
Über Sucuri WAF
Sucuri ist ein bekannter Akteur auf dem Markt für WordPress-Sicherheitslösungen. Es handelt sich um eine Komplettlösung, die vor den meisten gängigen Online-Angriffen schützt. Im Folgenden konzentrieren wir uns jedoch auf die Sucuri Web Application Firewall (WAF).
Sucuri WAF ist ein Cloud-basierter Ansatz, der Ihre Website vor schädlichem Datenverkehr und somit vor externen Bedrohungen schützt.
Als Nutzer müssen Sie Ihre DNS-Einstellungen an den Anbieter anpassen, um den Datenverkehr über dessen Web Application Firewall (WAF) umzuleiten. Sollte die WAF Bedrohungen erkennen, werden die entsprechenden Pakete einfach abgewiesen und nicht an Ihre Website weitergeleitet – so wird Ihre Website vor potenziellen Gefahren geschützt.

Sollte man Sucuri WAF zum Schutz vor Hackerangriffen verwenden?
Viele Webmaster unterschätzen die Bedeutung einer Web Application Firewall (WAF) für ihre Website. Doch der Bedarf wird deutlich, sobald die Website gehackt wird. Als Website-Betreiber sollten Sie daher stets proaktiv handeln und Ihre Website vor zukünftigen Angriffen schützen. Beispielsweise kann Ihre Website, wenn sie viele Besucher anzieht, in Zukunft DDoS-Angriffen ausgesetzt sein.
Darüber hinaus schützt WAF Ihre Website auch vor Ausfällen aufgrund von minderwertigem Traffic. Technisch gesehen sparen Sie also Geld, da der minderwertige Traffic nicht auf das von Ihrem Hosting-Anbieter festgelegte Bandbreitenlimit angerechnet wird.
Welche Alternativen gibt es?
Wenn Sie mit der Nutzung einer WAF nicht einverstanden sind, stehen Ihnen auch einige alternative Ansätze zur Verfügung. Diese Ansätze umfassen:
- Blockieren einzelner IP-Adressen, die Ihnen verdächtig vorkommen
- Nutzen Sie Geoblocking, um Ihre Website vor den gefährlichsten Herkunftsländern zu schützen
So verhindern Sie Hackerangriffe mithilfe der Sucuri plugin -Firewall WAF
Nachdem wir uns mit der Web Application Firewall (WAF) vertraut gemacht haben, lernen wir nun, wie man die Sucuri WAF einrichtet. Gehen Sie die folgenden Punkte durch, um sie erfolgreich auf Ihrer Website zu installieren und zu betreiben.
1. Melden Sie sich an und wählen Sie einen Tarif
Der erste Schritt ist die Anmeldung für den Sucuri Pro-Tarif. Der WAF-Service ist nur über den kostenpflichtigen Tarif verfügbar. Daher müssen Sie entscheiden, welchen Tarif Sie wählen möchten. Es stehen drei Tarife zur Auswahl:
- Basis-Tarif : ab 9,99 $ pro Monat
- Pro: ab 19,98 $ pro Monat
- Geschäftlich: ab 499,99 $ pro Jahr
Von den drei Tarifen empfehlen wir den PRO-Tarif, da er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Mit diesem Tarif erhalten Sie Zugriff auf den erweiterten HTTPS-DDoS-Schutz, benutzerdefinierte SSL-Zertifikate und vieles mehr!
Der Plan ermöglicht es Ihrer Website außerdem, einen Anstieg des Datenverkehrs zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die ständige Verfügbarkeit Ihres Servers zu gewährleisten. Darüber hinaus bietet der PRO-Plan HTTP/2-Unterstützung, was die Leistung verbessert.
Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, können Sie die 30-tägige kostenlose Testphase nutzen, bevor Sie entscheiden, welcher Tarif der richtige für Sie ist.
2. Schützen Sie Ihre Website
Im nächsten Schritt müssen Sie sich in Ihr Konto einloggen. Dort finden Sie die Option „Meine Website jetzt schützen!“.
Klicken Sie darauf und fahren Sie dann mit dem nächsten Schritt fort.
3. Geben Sie die erforderlichen Daten ein
Sie werden nun aufgefordert, weitere Details zu Ihrer Website einzugeben, darunter den Domainnamen, die Whitelist-Verzeichnisse und einige andere Optionen.
„Bei einem DDoS-Angriff“ aktivieren wodurch Sucuri DDoS-Angriffe aggressiv abwehrt. Diese Option ist besonders nützlich für Websites, die bereits von einem DDoS-Angriff betroffen sind oder einen solchen Angriff in naher Zukunft befürchten.
Mit den freigegebenen Verzeichnissen können Sie eine Gruppe von IP-Adressen und Verzeichnissen erstellen, die ohne Einschränkung auf Ihre Website zugreifen können.
Schließlich können Sie Ihre Website auch so einrichten, dass sie Sucuri DNS verwendet. Sie sollten diese Option aktivieren, da sie eine optimierte globale Leistung und höhere Verfügbarkeit bietet.
4. SSL installieren
Wenn Sie kein SSL-Zertifikat auf Ihrer Website haben und den PRO-Tarif gebucht haben, sollten Sie für eine optimale Datensicherheit zwischen Ihnen und Ihren Nutzern sorgen.
5. Punktdomänen
Dieser Schritt ist entscheidend, da er Ihnen die optimale Nutzung des WAF-Dienstes ermöglicht. Sie erhalten hier die Sucuri-DNS-Einträge. Kopieren Sie diese einfach und fügen Sie sie in den DNS-Eintrag Ihrer Website ein. Falls Sie sich dabei unsicher sind, können Sie den Support Ihres Hosting-Anbieters um Unterstützung bitten. Der Vorgang ist jedoch einfach: Melden Sie sich im Backend Ihres Hosting-Anbieters an und ändern Sie die DNS-Einstellungen für Ihre Domain.
6. Sucuri-IP-Adressen auf die Whitelist setzen
Abschließend müssen Sie die Sucuri-IP-Adressen auf die Whitelist setzen, damit die Verbindungen zwischen den Sucuri-Servern und Ihrem Hosting reibungslos und erreichbar bleiben. Dazu benötigen Sie die von Ihrer Website generierten IP-Adressen, die Sie anschließend in Ihrer Firewall freigeben. Die Liste der IP-Adressen finden Sie in Ihrem Dashboard.
Abschluss
Damit sind wir am Ende unseres Tutorials zur Verhinderung von Hackerangriffen mithilfe des Sucuri-Firewall- plugin (WAF) angelangt. Wie Sie sehen, lässt sich Sucuri WAF ganz einfach auf Ihrer Website einrichten. Allerdings benötigen Sie dafür einen der kostenpflichtigen Tarife – was sich unserer Meinung nach lohnt, wenn Sie Ihre Website vor Cyberkriminellen schützen möchten.
Was haltet ihr von Sucuri WAF? Werdet ihr es auf eurer Website einsetzen? Schreibt es uns in den Kommentaren!.






